Foto: ÖRK/Thomas Marecek

Jeder von uns kann in die Situation kommen, Blut zu benötigen – ob bei einer geplanten Operation, nach einem Unfall oder zur Behandlung einer Krankheit. Blut ist ein unentbehrliches Medikament, kann aber nicht künstlich hergestellt werden.  Wer Blut braucht, braucht das Blut eines Mitmenschen.

BlutspenderInnen leisten einen stillen Akt der Humanität und Solidarität, sie alle spenden freiwillig und unentgeltlich.  Das Österreichische Rote Kreuz verzeichnet rund 500.000 Blutspenden pro Jahr.

Helfen auch Sie mit einer Blutspende!


Und so läuft eine Blutspende ab:

1. Spenderfragebogen

Vor der eigentlichen Blutabnahme werden die freiwilligen Spender darum gebeten, einen umfassenden Fragebogen auszufüllen. Er ist das wichtigste Instrument, um beurteilen zu können,  ob jemand für die Blutspende überhaupt geeignet ist. Durch die gesetzlich vorgeschriebenen Ausschlusskriterien soll höchste Sicherheit für Spender und Empfänger von Blutkonserven gewährleistet werden.

Daher enthält der Spenderfragebogen neben persönlichen Daten (Lichtbildausweis nicht vergessen!) auch Fragen zu Gesundheit, Lebensstil, früheren Erkrankungen, Medikamenteneinnahme, Impfungen und Auslandsaufenthalten. Selbstverständlich unterliegen Ihre Angaben dem strengen österreichischen Datenschutz. Sollte Ihnen die eine oder andere Frage unklar sein, ist Ihnen der voruntersuchende Arzt gerne behilflich.

2. Spendeeignung
Im nun folgenden vertraulichen Gespräch mit dem Arzt oder der Ärztin wird erhoben, ob Sie eine Blutspende gut vertragen werden und ob Ihre Blutspende auch für einen Blutempfänger verwendbar sein wird. Dazu werden natürlich auch Ihre Angaben im Fragebogen herangezogen.

Zur Bestimmung von Hämoglobin und Blutgruppe (A, B, AB, 0) werden Ihnen einige Tropfen Blut aus der Fingerkuppe entnommen. Außerdem wird Ihre Körpertemperatur gemessen. Wenn alles in Ordnung ist, steht Ihrer Blutspende nichts mehr im Wege.

3. Die Blutspende
Unmittelbar vor der Blutspende wird Ihr Blutdruck gemessen. Anschließend werden Ihnen im Liegen ca. 450 ml Blut aus der Armvene entnommen (im Körper eines erwachsenen Menschen zirkulieren zwischen fünf und sieben Liter Blut). Die Blutspende selbst dauert im Allgemeinen nicht länger als zehn Minuten. Natürlich sind Sie dabei stets unter medizinischer Aufsicht. Sie erhalten einen Druckverband, der ein etwaiges Nachbluten ins Gewebe (Bluterguss) verhindern soll und Informationen zum weiteren Verhalten (Teilnahme am Straßenverkehr etc.).

4. Nachbetreuung und Imbiss
Nach der Blutspende gönnen Sie sich noch eine Viertelstunde zur Erholung. In dieser Zeit erhalten Sie auch einen kleinen Imbiss. Sollten Sie sich nicht wohl fühlen, steht sofort medizinisches Personal bereit. In seltenen Fällen kann es nach der Blutspende zu Schwindelgefühl, Müdigkeit und Blässe sowie zu einem Bluterguss um die Einstichstelle kommen. Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

5. Blutspendeausweis
Ihren Blutspendeausweis bekommen Sie nach drei bis vier Wochen zugeschickt. Tragen Sie ihn immer bei sich, denn darin sind Ihre Blutgruppe und der Rhesusfaktor vermerkt. Dies kann im Notfall lebensrettend sein!


Arten der Blutspende
Neben der Vollblutspende bietet das Österreichische Rote Kreuz noch andere Möglichkeiten der Blutspende: Für den Fall einer bevorstehenden Operation ist es möglich, ein Eigenblutdepot anzulegen. Bei der Multikomponentenspende (z. B. Thrombozytenspende) spenden Sie jeweils den Blutanteil, den schwerkranke Patienten am nötigsten brauchen.

Details unter www.roteskreuz.at/tirol/blutspende

Ihr Ansprechpartner:

 
Österreichisches Rotes Kreuz - Bezirksstelle Landeck
Hauptstrasse 133
A-6511 Zams
Tel. +43 5442 62 8 44
Fax +43 5442 62 8 44 45